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Die Schäferin

Was ist anders, wenn eine Frau Schäferin ist?Schäferin Catrin Kramer

Viele Menschen scheinen zu denken, ein Schäfer müsste ein Mann sein.

Da fällt mir eine besondere Gegebenheit ein: Ein Ziegenkitzlein, das Evchen, habe ich mit der Flasche aufgezogen. Da es nun denkt, ich sei seine Mutter, ist es auch beim Hüten immer bei mir. Einmal ist es aus Versehen einem Walker hinterhergelaufen, ich habe geschrien und gerufen was ich konnte, doch es hat nichts genutzt; wie froh war ich, als der Mann irgendwann umgedreht hat und mir mein Zieglein wiedergebracht hat. Sonst wäre ich wirklich in Schwierigkeiten gewesen. Sein Kommentar: „Auch das kleine Zieglein denkt, ein Schäfer müsste ein Mann sein-“ Ich habe mich höflich bedankt und will hier lieber nicht sagen, was ich ihm gerne noch gesagt hätte.

Auch denken viele Menschen, das das einfach sein muss, wenn das eine Frau macht. „Was machen Sie denn, wenn eines krank ist?“ „Dann fange ich es und behandle es.“ „Und sie können das?“ „Und der Hund kann die Schafe zusammenhalten?“ Meine Hündin ist etwas kleiner als gewöhnlich und wenn sie im Sommer geschoren ist, wirkt sie noch kleiner, auch ihr traut man die Arbeit anscheinend nicht zu. Natürlich gibt es einen Unterschied, ob eine Frau ein Schaf fängt oder ein Mann. Ein Mann fängt es mit Muskelkraft, das funktioniert, weil ein Mann meist mindestens so viel wiegt wie eines seiner Schafe oder auch mehr. Bei uns Frauen haben die Schafe manchmal das doppelte Gewicht wie wir selber. Auch das funktioniert. Mit Köpfchen!!! Man muss sich halt vorher genau überlegen, mit welchen Griffen und welcher Technik man es zu Boden bekommt.

Oft werde ich gefragt, ob ich denn nicht Angst habe, so alleine draußen. „Ich bin doch gar nicht alleine,“ antworte ich, „ich habe meine Hunde, meine Esel, Schafe und Ziegen dabei, da bin ich ganz und gar nicht alleine.“

Schäferin Katrin CramerWenn ich mit meinen Schafen beim Hüten bin, habe ich immer alles dabei. Medikamente für Lungenentzündung, Euterentzündung, Klauenspray ... ,für mich eine Jacke, einen Regenmantel ... mein Mann verlässt sich eher drauf, dass er bei Bedarf mal schnell am Auto vorbeikommt.

Mein Mann redet normalerweise nicht mit seinen Schafen. Ich tue das immer. Manche meiner Ziegen kommen zu mir, wenn sie ihr Lamm suchen, weil sie wissen, dass ich ihnen bei der Suche helfe. Sind die Schafe durstig und wir gehen zum Wasser, vertröste ich sie: „Wir sind gleich da, da vorne am Waldeck noch einmal rechts abbiegen, dann sind wir da.“ Oder wenn ein Gewitter niederprasselt: „Bleibt ganz ruhig, es wird bald vorbei sein, da hinten wird es schon wieder hell.“

Die Menschen denen ich begegne, die wollen auch was ganz anderes wissen, stellen an mich andere Fragen als an einen Mann; die Bewunderung ist größer.

Ich habe Begegnungen, die ein Mann so nicht hat: Eines Tages kamen zwei Priesterinnen vorbei: „Wir sind schon lange auf der Suche nach der Erklärung für eine Bibelstelle, bei der Schafe und Ziegen, bevor sie verkauft werden über einen Stock springen müssen. Können sie uns sagen warum?“ „Ich kann mir nur denken, dass man das gemacht hat, um zu sehen, ob die Tiere auch fit und gesund sind. Ein krankes oder schwaches Tier wird nicht über einen Stock springen.“ Sie bedanken sich herzlich und gehen weiter. Abends, als ich meine Schafe im Pferch liegen habe und nach Hause fahre, begegne ich den beiden Frauen auf einem Waldweg wieder. Sie halten mich an und fragen, ob sie mich segnen dürfen. Auf einer Waldlichtung segnen sie mich dann. Sie wünschen mir immer genug Gras für meine Schafe, dass meine Schafe gesund blieben mögen, sie wünschen mir das nötige Durchhaltevermögen und dass mir die Liebe zu meinen Tieren erhalten bleiben möge.

Catrin Kramer

Wolf + Artenschutz


Schafe, Wolf und Artenschutz

Gedanken zur Rückkehr der Wölfe nach Deutschland

Während andere Nutztiere ihr Leben zunehmend im Stall verbringen, halten die Schäfer an der traditionellen, tiergerechten und naturnahen Weidehaltung fest. Dadurch sind Schafe auch durch die rückkehrenden Wölfe bedroht.

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