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Eine Schäferin ?

„Das ist ja eine Frau!“ ertönt der erstaunte und zugleich freudige Ausruf, über meine Weide, als die Spaziergänger näherkommen und mich als Frau identifizieren. „Was denn sonst!“ würde ich am liebsten antworten. Immerhin sind fünfzig Prozent der Menschen weiblichen Geschlechts, da verstehe ich die Verwunderung nicht. Ist der Hirte als Mann auch in Zeiten von Gleichberechtigung, Emanzipation und Frauenquote so in den Köpfen der Menschen verankert? Ob Zeitung, Radio oder Fernsehen, als Frau bin ich als Interviewpartnerin oft wesentlich begehrter wie meine männlichen Kollegen.

Dabei war es für mich nie etwas Besonderes, da ich ja damit aufgewachsen bin. Es wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt, nein andersherum, die Wiege stand im Stall, und sobald ich mich auf den Beinen halten konnte fand ich mich im Lämmerschlupf wieder. Schon früh „durfte“ (oder mußte) ich kleine Gruppen von Schafen mit ihren Lämmern auf eine andere Weide treiben. Als Werkzeug bekam ich einen Stock in die Hand. Kaum erreichten meine Füße das Gaspedal, wurde mir das Traktorfahren beigebracht. Meine eigenen Kinder würden das als Kinderarbeit bezeichnen.

Während meiner Lehrzeit und auch in der Meisterschule zum Tierwirt Fachrichtung Schafe waren die Frauen noch in der Minderheit, heute hat sich das Verhältnis umgekehrt. Ich kenne sogar einen Ausbilder, der nimmt lieber Mädchen als Lehrlinge, weil sie, seiner Meinung nach, ein besseres Gefühl, ein besseres Handling für die Schafe haben, sie können sich besser in die Tiere reinversetzen; während sich Jungs mehr für die Maschinen begeistern. Ein anderer Betriebsleiter mit vielen Angestellten erzählte mir: „Also wenn ich eine Frau bei den Schafen habe, dann weiß ich, dass die Tiere in Ordnung sind, bei einem Mann kontrolliere ich lieber selber nochmal nach.“

Was ist also so besonders an einer Frau als Schäferin? Ist ihr die Rolle des sich Kümmerns und Versorgens durch ihr eigenes Muttersein nicht schon angeboren?

Traut man dem „schwachen Geschlecht“ eine körperliche schwere Arbeit nicht zu? Schafe zu scheren ist eine äußerst harte Knochenarbeit, und als es noch von Hand gemacht wurde, war es ganz selbstverständlich Frauenarbeit. Als dann die elektrischen Schermaschinen aufkamen verwandelte es sich in eine Männerarbeit. War das nun, weil die Frauen mit Technik nicht umgehen konnten? Oder war es jetzt so einfach, dass es auch die Männer machen konnten?

Immer schon hat man von Frauen schwere, körperlich harte Arbeit gefordert.

Meine Oma war im letzten Krieg, als mein Opa eingezogen wurde, auf sich allen gestellt, mit zwei kleinen Kindern, Haushalt, Stall- und Feldarbeit. Meine Mutter war immer von Anfang November bis Ende April, während mein Vater mit den Schafen auf Winterweide war, mit Kindern und Stallarbeit alleine. Einfach war das bestimmt nicht.

Selber habe ich in der Zeit nach meiner Scheidung den Schäfereibetrieb alleine geführt. Ein Zuckerschlecken war das auch nicht. Genaugenommen habe ich den Betrieb immer schon geführt, auch wenn er nicht auf meinen Namen lief sondern auf den meines Ex Mannes. Es war üblich, dass der Betrieb auf den Namen des Mannes läuft und ich hätte nie gewagt, ihm diese Ehre zu nehmen, auch wenn Organisation und Entscheidungen bei mir lagen, neben Hüten, Stall, Büro, Haushalt und kleinen Kindern.

Natürlich gab es Situationen, da habe ich gemerkt, dass es für meine Mitmenschen doch nicht ganz so selbstverständlich ist, dass ich als Frau Schafe hüte und Betriebsleiterin bin.

Früher hatte ich viele Muslime in der Kundschaft. Die wollten dann immer zum Chef. Das haben sie dann überhaupt nicht kapiert, als ich sagte, sie würden bereits mit dem Chef reden. Sie könnten natürlich auch mit meinem Mann reden, aber wenn sie zum Chef wollten, da müssten sie zu mir.

Wenn ich als Frau auf dem Bockmarkt einen Schafbock ersteigere, ist das eher noch die Ausnahme wie die Regel. Anfangs war das Getuschel unter den Kollegen groß, als ich den neuen Bock dann von der Auktionshalle zum Hänger geführt habe.

Frauenleistungshüten 1996

Und vor meinem ersten Leistungshüten 1986 hatte noch nie eine Frau daran teilgenommen, weil die Männer tatsächlich geglaubt hatten eine Frau könne sowas nicht. Als dann 1990 auf dem Heuberg (schwäbische Alb) Harald Höfel das erste Frauenleistungshüten organisierte, war ich selber erstaunt, wie viele Frauen sich dem Wettkampf stellten - und durchweg überaus gute Leistungen zeigten. Was denn sonst!

Ruth Häckh

Wolf + Artenschutz


Schafe, Wolf und Artenschutz

Gedanken zur Rückkehr der Wölfe nach Deutschland

Während andere Nutztiere ihr Leben zunehmend im Stall verbringen, halten die Schäfer an der traditionellen, tiergerechten und naturnahen Weidehaltung fest. Dadurch sind Schafe auch durch die rückkehrenden Wölfe bedroht.

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