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Zäune gegen Wölfe
28.10.2015 01:26 (1959 x gelesen)

Strom gegen Wölfe

Zusammenfassung der Veranstaltung „Zäune gegen Wölfe“, 10.10.2015 in Bettenfeld, Eifel

von Günther Czerkus

zum Film über die Veranstaltung

Die anwesenden Schäfer in Rheinland-Pfalz bedanken sich bei Ministerin Ulrike Höfken und der Stiftung Natur und Umwelt, vertreten durch Herrn Krebühl für

  • die frühzeitige, intensive Auseinandersetzung mit dem Thema Wolf und dem daraus resultierenden Wolfmanagementplan
  • für die Mittelbereitstellung für Schutzmaßnahmen und Schadensersatz in anerkannten Wolfsgebieten
  • für die Unterstützung beim Verbessern der Schutzmaßnahmen zur Abschreckung von durchziehenden Wölfen – hier Zuschuss beim Zaunkauf

Die Teilnehmer an der Veranstaltung Zäune gegen Wölfe haben in der lebhaften Diskussion folgende Aufgabenfelder herausgearbeitet:

Wolfsangriff mit unmittelbarem Schaden an der Herde

Die Erstattung dieser Schäden ist bereits jetzt recht klar und nachvollziehbar geregelt.

  • Entschädigt wird, wenn der Wolf nicht ausgeschlossen werden kann
  • der Wert zu erstattender Tiere wird nach der Tabelle der Tierseuchenkasse ermittelt

Es wird von Seiten der anwesenden Schäfer kein weiterer Klärungsbedarf gesehen.

Ausbruch der Herde im Zusammenhang einer Wolfsattacke

Grundsätzlich:

Es sollte eine Stellungnahme der Rechtssachverständigen des Landes mit folgendem Inhalt geben:

Der Wolfsmanagementplan legt Kriterien für einen Schutz gegen Einbruch von Beutegreifern fest, die Mindeststandards.

Was sicher gegen Einbruch ist, ist auch sicher gegen Ausbruch.

Wenn diese Mindeststandards erfüllt sind, hat der Schäfer alles getan, um einen Ausbruch der Herde zu verhindern.

In diesem Fall ist der Schäfer nach §833 BGB haftungsfrei.

Gibt es einen Verursacher für einen Ausbruch, ist er haftbar.

Schaden an Dritten

Die Herde bricht trotz vorschriftsmäßigem Zaun aus und verursacht einen Schaden an einem Dritten, z.B. sie zerstört den Maisacker des Nachbarbauern.

Der Schäfer ist haftungsfrei.

Werden die Schafe z.B. von einem fremden Hund gejagt, der Hund kann ermittelt werden, dann haftet der Hundehalter.

Genauso muss es auch im Fall einer Wolfsattacke geregelt werden.

Diese Fälle sind zwar selten, führen aber zu großer Besorgnis.

Werden sie nicht geregelt, dann bleibt die Last beim Schäfer. Er braucht zwar formaljuristisch den Schaden nicht zu erstatten, aber er ist in ganz besonderem Maß auf ein einvernehmliches Verhältnis mit seinen Nachbarn angewiesen. Bleibt der Geschädigte auf dem Schaden sitzen, führt das zu weitreichenden, negativen Folgen für den Schäfer.

Ablauf:

Herde bricht im Wolfsgebiet aus. Der Schäfer benachrichtigt den Wolfsbeauftragten.

Die Situation vor Ort wird möglichst genau erfasst. Ein Schaden am Eigentum Dritter wird erfasst.

Kann der Wolf nicht ausgeschlossen werden, wird der Schaden über den Wolfsmanagementplan reguliert. [Das ist wohl in Sachsen inzwischen auch so geregelt.]

Schaden an den eigenen Tieren

Die Herde bricht trotz vorschriftsmäßigem Zaun aus und nimmt selber Schaden, z.B. sie verfrisst sich an Weizen oder Eiweißpflanzen; sie gerät in Panik in Zäune, Dornen, Sumpf…

Der Wolfbeauftragte wird unmittelbar in Kenntnis gesetzt und ermittelt vor Ort. Er schließt den Wolf als Ursache nicht aus.

Der Schäfer versorgt mit Hilfe des Tierarztes die Verletzten und erfasst ggf. die Toten.

Der Tierarzt bescheinigt.

Der Schaden wird über den Wolfsmanagementplan abgewickelt.

Schäden an den eigenen Tieren, die nicht sofort erkannt werden können

Hierbei handelt es sich vor allem um das mögliche Verlammen tragender Schafe nach einem Angriff.

Es kann bis zu vier Wochen dauern, bis die letzten Schafe auf Grund einer Attacke verlammt haben.

Der Wolfsbeauftragte war ja schon in Kenntnis gesetzt und hat auf Grund seiner Ermittlungen den Wolf nicht ausschließen können.

Nach zwei Wochen gibt es Verlammungen. Der Tierarzt wird hinzugezogen und schließt krankheitsbedingte Uraschen aus.

In dem Fall sind die Aborte dem Wolfsangriff zuzuordnen und über den Wolfsmanagementplan zu entschädigen.

Anerkennung eines stark erhöhten Betreuungsaufwands nach einem Angriff

in Anlehnung an die Regelung in Frankreich, ist eine finanzielle Anerkennung des stark erhöhten Betreuungsbedarfs der Herde nach einer Attacke angemessen.

Beihilfe zu Vorbeugemaßnahmen im Wolfsgebiet

Die Mehrheit der Anwesenden kam nach längerer Diskussion überein, dass man unbürokratisch und möglichst einheitlich unterstützen sollte. Beispiel 2 Netze pro 100 Schafe und das dazu passende Weidezaungerät sollten nach den Regeln des Wolfsmanagementplans bezuschusst werden. Eine begründete Einzelfallregelung sollte möglich sein.

Über Herdenschutzhund wurde nur am Rande gesprochen, da es dazu im Februar 2016 einen eigenen Termin im Rahmen des Vieh- und Fleischtages gibt.

Am Rande kam die Sprache noch auf die starke Reproduktion der Wölfe.

Es ist vorstellbar, dass sich die Wolfbestände in Europa soweit erholen, dass diese Tierart nicht mehr vom Aussterben bedroht ist. Dann würden Wölfe nicht mehr unter das internationale Artenschutzabkommen fallen.

Außerdem gibt es bereits jetzt Regelungen zur Entnahme von Problemwölfen und zur Abschreckung von Wölfen, die sich wiederholt an Siedlungen, Kindergärten … annähern.

Jedenfalls muss vermieden werden, Wölfe zu zähmen, zu füttern oder dass sie sonst wie ihre Scheu vor dem Menschen verlieren.

Es muss absolut verhindert werden, dass sich Menschen Wölfe oder Wolfmischlinge kaufen oder sonst wie besorgen. Die Folgen solchen Handels sind absolut nicht zu übersehen. Sollten Fälle bekannt werden, ist eine Information der zuständigen Veterinärbehörden dringend notwendig.

Ein Film von Peter Schanz

 


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Wolf + Artenschutz


Schafe, Wolf und Artenschutz

Gedanken zur Rückkehr der Wölfe nach Deutschland

Während andere Nutztiere ihr Leben zunehmend im Stall verbringen, halten die Schäfer an der traditionellen, tiergerechten und naturnahen Weidehaltung fest. Dadurch sind Schafe auch durch die rückkehrenden Wölfe bedroht.

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