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Wir fahren zur Agrarministerkonferenz
24.03.2014 23:14 (3312 x gelesen)

Wir waren  zur Agrarministerkonferenz am 3. April in Cottbus

Dort haben wir den Agrarministern einen offenen Brief übergeben.

Zwischen den Nordseedeichen und den Hochgebirgsalmen gibt es viele junge Menschen, die gerne „Leistungsträger Schäfer“ werden würden.
Sie würden sogar die überbordende Bürokratie in Kauf nehmen, wenn sie mit ihrer Arbeit eine Familie ernähren könnten.
Wir waren in Cottbus, um von den Ministerinnen und Ministern zu erfahren, wie sie „Schutz durch Nutzung“ und Leistungsanerkennung im Bereich öffentlicher Güter realisieren werden. Bundesagrarminister Christian Schmidt sagt uns Gesprächstermin zu.




Über hundert Schäfer in Cottbus machen auf die Sorgen des Berufsstandes aufmerksam.

  

Günther (Czerkus)und Knut (Kucznik)  formulieren unsere Anliegen, die in den Medien ein großes Echo hervorgerufen haben.

Vielen Dank an die Redaktion der „Deutschen Schafzucht“ für die Fotos aus Cottbus.

Hier unser offener Brief, der in Cottbus übergeben wurde.

Offener Brief an die Damen und Herren  Minister des Bundes und der Länder anlässlich der Agrarministerkonferenz am 2. - 4. April 2014 in Cottbus
 

Spätestens seit dem europäischen Hirtenzug 2010 weisen wir Schaf- und Ziegenhalter unablässig auf unsere Leistungen für die Gesellschaft hin.
Wir sind wohl die einzigen Landbewirtschafter, die durch ihre Erzeugung hochwertiger Lebensmittel gleichzeitig in großem Umfang aktiven Ressourcenschutz betreiben.
Wir schützen die Lebensräume für unzählige Pflanzen und Tiere.
Wir schützen den Boden nicht nur vor Erosion.
Wir schützen die Luft indem unser Grünland auch im Winter Sauerstoff produziert und Mengen von CO2 bindet.
Wir schützen das (Trink-)Wasser, indem unser Grünland sehr viel Stickstoff abfiltert. Das verhindert die Nitratbelastung.
Wir könnten diese Leistungen erheblich steigern, wenn wir davon leben könnten. Aber wir sind trotz unseres überragenden Nutzens das absolute Schlusslicht bei den landwirtschaftlichen Einkommen.
Jedes Jahr weist die Statistik neue Schreckensbilder aus. Die Zahl der Schafe nimmt bedrohlich ab.
Deiche brechen da am schnellsten, wo sie nicht beweidet werden.
Natura-2000-Flächen verändern ihren Zustand mangels Beweidung. Deutschland kann seinen internationalen Verpflichtungen jetzt schon nicht mehr nachkommen.
All das ist hinreichend bekannt!

Was kann man ändern?
Die Preise von Fleisch und Käse richten sich nach dem Markt. Dort findet man vor allem Produkte aus intensiver Produktion. Kein extensiv erzeugtes Lebensmittel kann preislich mit Industrieware mithalten. Hier sind keine Änderungspotentiale.
Niemand möchte uns unsere Umwelt-Leistungen bezahlen. Wir können niemandem eine Rechnung über Erosionsschutz schicken.
Bleibt nur die Allgemeinheit, die von unseren Leistungen profitiert. Das bedeutet: Wir brauchen eine existenzsichernde Agrarförderung.
In der anstehenden Förderperiode müssen wir einschneidende Kürzungen hinnehmen.
Dennoch gibt es eine Reihe wirksamer Instrumente, um unsere Dienste zu entlohnen.
Die EU hat eine gekoppelte Prämie für existenziell bedrohte landwirtschaftliche Zweige zugelassen. Schaf und Ziege gehören ausdrücklich dazu.
Deutschland hat dieses hochwirksame Instrument sehenden Auges verworfen.
Die EU hat die Möglichkeit eröffnet bis zu 15% der Gelder aus der 1. Säule vor allem leistungsbezogen in der 2. Säule einzusetzen. Auch hier ist die extensive Weidetierhaltung ausdrücklich genannt.
Deutschland hat diese Option auf bescheidene 4,5% begrenzt. Dieses Geld wird in vielen Bundesländern nicht leistungsbezogen verwendet werden.
Deutschland zahlt bis 2020 pro Jahr 200 Mio. Euro weniger in den EU-Agrarhaushalt ein. Umwelt- und Agrarminister votierten für eine Verwendung dieses Geldes im Agrarsektor.
Auch das wird nach bisherigem Kenntnisstand nicht geschehen.
Kurz: Alle diese guten Instrumente werden nicht eingesetzt!
Zwischen den Nordseedeichen und den Hochgebirgsalmen gibt es viele junge Menschen, die gerne „Leistungsträger Schäfer“ werden würden.
Sie würden sogar die überbordende Bürokratie in Kauf nehmen, wenn sie mit ihrer Arbeit eine Familie ernähren könnten.
Sie, sehr geehrte Ministerinnen und Minister, entscheiden genau jetzt über die Zukunft dieses so wichtigen Sektors.

Wir kommen nach Cottbus, um von Ihnen zu erfahren, wie sie „Schutz durch Nutzung“ und Leistungsanerkennung im Bereich öffentlicher Güter realisieren werden.

Günther Czerkus
Bundesverband Berufsschäfer e.V.
Zur Schäferei 1
54675 Wallendorf
Tel. 0 65 66 – 9 30 77
Fax 0 65 66 – 9 3078
info@berufsschaefer.de

Jochen Fritz
Kampagnenbüro "Meine Landwirtschaft"
Marienstr 19-20
10117 Berlin
Tel. 030 / 28482437
Fax 030 / 27590312
info@meine-landwirtschaft.de


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