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Lämmer sind die besseren Schweine
14.01.2014 14:44 (2630 x gelesen)

Knut Kucznik im Interview mit n-tv

Drei Viertel aller agrarischen Anbauflächen weltweit werden in irgendeiner Art und Weise für die Mast eingesetzt. Das geht nicht anders, wenn wir unseren Lebensstandard beibehalten wollen, sagen die Befürworter dieser Entwicklung. Geht wohl, sagen die Umweltschützer, wir müssen nur ein bisschen umdenken.
"Schafe essen Gras, Menschen nicht"

 



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Donnerstag, 09. Januar 2014
"Fleischatlas" prangert Intensivzucht an

Lämmer sind die besseren Schweine


Von Julian Vetten


Unappetitliche Gammelfleischskandale und der Wunsch nach einer bewussteren Ernährung machen es möglich: Zum ersten Mal seit Jahrzehnten stagniert der Fleischkonsum der Deutschen. Doch nachhaltig ist das noch lange nicht.
Gänsekeule mit Salzkartoffeln und Rotkohl, vorneweg eine Champignoncremesuppe: In der Kantine der brandenburgischen Landwirtschaftsakademie vor den Toren Berlins schmeckt das Mittagessen eher wie bei Großmuttern als nach Großküche. Das findet zwar auch Knut Kucznik, einen kleinen Seitenhieb kann sich der Vorsitzende des Schafzuchtverbandes Berlin-Brandenburg dann aber doch nicht verkneifen: "An ein schönes Lamm aus meinem Holzbackofen kommen die Gänse hier lange nicht ran." Aber egal, ob Kamm oder Keule - der BUND wäre mit den Essgewohnheiten des Schäfers wohl so oder so zufrieden.
Im neuen "Fleischatlas" prangert die Umweltorganisation nämlich unter anderem die Intensivzucht an, die durch das unersättliche Konsumverhalten der Industrienationen befeuert wird. Jedes Jahr werden in Deutschland in etwa so viele Schweine geschlachtet wie es Wahlberechtigte gibt, rund 60 Millionen also. Die vollautomatisierte Massentötung ist nicht nur moralisch fragwürdig, auch aus ökologischer und letzten Endes auch ökonomischer Sicht ist die Konzentration auf Intensivzucht eine Sackgasse, wie der BUND immer wieder betont.
Die Gründe dafür sind komplex, auf einen einfachen Nenner heruntergebrochen könnte man aber sagen: Die Schweine - und natürlich nicht nur sie - fressen unser Essen auf. Drei Viertel aller agrarischen Anbauflächen weltweit werden in irgendeiner Art und Weise für die Mast eingesetzt. Das geht nicht anders, wenn wir unseren Lebensstandard beibehalten wollen, sagen die Befürworter dieser Entwicklung. Geht wohl, sagen die Umweltschützer, wir müssen nur ein bisschen umdenken.
"Schafe essen Gras, Menschen nicht"
Die Lösung sitzt an einem Tisch in der Landwirtschaftsakademie am malerischen Seddiner See und knabbert an einer Gänsekeule. "Schafe essen Gras, Menschen nicht", sagt Knut Kucznik lakonisch. Außerdem erhöhen sie die Biodiversität, stoppen den Artenrückgang, halten die Deiche in Schuss und, und, und. Kurzum: "Schafe sind eigentlich nur große, leckere Landschaftspfleger." Der Schäfer weiß seine Tiere gut zu verkaufen.
Und der "Fleischatlas" gibt ihm recht: "Die reichen Verbraucher müssen anders essen, das heißt, den Verzehr von Produkten aus intensiver Tierzucht zurückschrauben und sich auf die Produktion und den Konsum von Weidetieren konzentrieren. Diese haben ein gesünderes Verhältnis von Fetten und Mikronährstoffen als Tiere, die mit Getreide gefüttert werden", heißt es dort.
Dass sich eine derartige "Qualitätsoffensive" zwangsläufig auch im Preis niederschlägt, ist klar und die eingangs erwähnte Gänsekeule an der Landwirtschaftsakademie dafür das beste Beispiel: Für 11,31 Euro kann man sich in den meisten deutschen Kantinen drei Tage in Folge mit fleischigen Hauptgerichten den Bauch vollschlagen. Nach Qualität und Herkunft des Fleisches fragt man dort zwar am besten nicht, nach einer ganzen Reihe von Fleischskandalen - von Dioxin im Hühnerfutter bis Pferdefleisch in der (Rinds-)Lasagne - tun das viele Verbraucher aber mittlerweile eben doch. Erstmals im Laufe der letzten Jahrzehnte stagniert der Fleischverbrauch der Deutschen und wird in den kommenden Jahren wohl sogar leicht sinken. Die Verbraucher verstehen die Struktur der Fleischindustrie nicht, sie stehen den Kontrollmechanismen skeptisch gegenüber und wollen sich ganz allgemein gesünder und bewusster ernähren.
Die Zeit scheint also reif für Schäfer wie Kucznik oder Landwirte, die ihre Rinderherden extensiv halten wollen. "Der Markt ist da, 60 Prozent des Lammfleisches auf dem deutschen Markt wird momentan importiert", bestätigt Kucznik. Das Problem ist nicht die Nachfrage, sondern vor allem die Politik. "Landwirtschaft ist ja nun mal ein Subventionsgeschäft, aber die Zuschüsse landen bei den Falschen. Ein durchschnittlicher Schäfer erzielt im Jahr einen Reingewinn von 13.000 Euro. Wer kann davon schon anständig leben?" 120.000 Schafe gab es vor zehn Jahren in Brandenburg, heute sind es noch 52.000. "Mit einer angepassten Förderpolitik könnten wir den freien Fall aufhalten", sagt Kucznik.
Der BUND gibt dem Schäfer recht, im "Fleischatlas" werden unter anderem auch Steuervergünstigungen für die Großbetriebe angeprangert. In Verbindung mit anderen verdeckten Kosten wie Schäden an der Natur oder Nachteilen, die Verbrauchern durch minderwertige Nahrung entstehen, ist das Kantinen-Schnitzel am Ende doch nicht mehr so billig, wie es zunächst den Anschein erweckt.
Quelle: n-tv.de


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