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Wir brauchen die Förderung der Weidetierhaltung
06.09.2013 10:03 (2775 x gelesen)

Tierhaltung auf Weiden wird von der Gesellschaft gewünscht. Sie ist einzigartig, weil sie Funktionen erfüllt, die anders nicht erreichbar sind.

Damit weidetierhaltende Betriebe auch in Zukunft existieren können, müssen Bund und Länder bei der Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik der EU (GAP) Mindestanforderungen erfüllen – sonst wird die traditionelle Beweidung mit den sie betreibenden Schäfern und Bauern mittelfristig aussterben.



Die Schäfer.......
- wir pflegen die Landschaft, die Sie lieben -


Ja, wir pflegen die Landschaft, die sie lieben !
Aber können wir diese Leistung umsonst anbieten ? Aus Idealismus ?


Diese Erwartung haben „sie“. Nicht bewusst, um uns auszunutzen. Nein, es geschieht aus Unkenntnis unserer Wirtschaftsweise, der Bedürfnisse der Schäfer und Schafe, der natürlichen Gegebenheiten und der wirtschaftlichen Zwänge.
Sie, das sind unsere Mitbürger, die Spaziergänge oder Radtouren lieben. Das sind die Tourismusverbände, die die regionalen Vorzüge mit schönen Landschaftsaufnahmen hervorheben. Das sind die Kommunalpolitiker, die sich durch Einsatz für unsere Umwelt Wählerstimmen erhoffen. Das sind Behördenvertreter, die unter „gepflegter Landschaft“ einen englischen Rasen ohne Kraut und Strauch verstehen. Dies, weil „intensiv bewirtschaftetes Grünland“ bei fünfmaliger Mahd im Jahr eben auch so aussieht. Das sind Naturschutzverbände, die verkennen, dass Leistungsrassen auch energiereiches Futter brauchen – Lämmer der leichten Landschafrassen kaum wirtschaftlich zu vermarkten sind.

Wie oft hören wir solches :
• Ich hab einen alten Apfelhof, so 1.000 qm. Da könnt doch mal ein Wanderschäfer drüberziehen, er braucht mir auch kein Geld zu bezahlen, das Futter schenk ich ihm. Hauptsache, ich muss nicht selbst immer mähen.
     ◦ Der Aufwand für Baumschutz, Anfahrt, Netze stecken, Nachmahd  u.s.w. wird nicht gesehen
     ◦ 1000 qm reichen vielleicht für 10 Schafe gerade mal 3 Tage !
• Wie, Ihr braucht teures Winterfutter ? Ich denk, Eure Schafe sind das ganze Jahr draußen.
     ◦ In Ackerbauregionen mit Winterbegrünung mag die Stallzeit kürzer sein, aber in grünlandgeprägten           Mittelgebirgsregionen brauchen wir Stall, Futter, Wasser,Einstreu, Maschinenkosten für die Futterwerbung und Zeit für die Versorgung !
• Bei CC-Kontrollen auf Grünland: Sie müssen Ihre Flächen besser pflegen, schließlich bekommen Sie ja Geld dafür !
     ◦ Die Fördergelder pro Hektar sind überall gleich. Egal ob es sich um „Gunststandorte“ = ertragreich,großflächig, zusammenhängend, gute Erreichbarkeit, mit großen Maschinen zu bearbeiten handelt oder um die „Grenzertragsstandorte“= ertragsarm, kleinstrukturiert, Steilhanglage, keine Zufahrt,  nur mit kleinen Maschinen bzw. von Hand zu bearbeiten.  I.d.R. stehen uns Gunststandorte kaum zur Verfügung weil wir die Pachten nicht aufbringen können und unsere Tiere nicht die hohen Futteransprüche stellen wie Hochleistungsmilchkühe-oder Fleischrinder. Der Pflegeaufwand und die bürokratische Belastung pro Hektar sind auf den Flächen der Schäfereien Topografie und  Kleinstrukturierung ungleich höher, die Einnahmen deutlich geringer. Gelder aus dem Vertragsnaturschutz oder für die Extensivierung stellen keine Entlohnung für die Arbeit dar, wie vielfach angenommen. Sie sind ein Ausgleich für Mindererträge als Folge von Bewirtschaftungseinschränkungen.
     ◦ Laut Statistik der LWK-NRW  (www.landwirtschaftskammer.de/wir/bilder/viehhaltung.jpg)  kommen in NRW auf 1.380.823 Rinder  gerade einmal 136.833 Schafe. Auf 10 Rinder kommt  also ein  Schaf ! In GVE umgerechnet bekommt man eine Vorstellung zum Verhältnis der benötigten Weideflächen. Knapp 1,4 Mio Rinder-GVEs stehen 20.500 Schaf-GVEs gegenüber. 68 ha Rinderweide steht 1ha Schafsweide gegenüber. So erklärt sich, warum Behördenvertreter viel intensives, monotones Grünland zu Gesicht bekommen, aber sehr sehr wenige artenreiche, für die Natur wertvolle Schafsweiden – die sie dann als „ungepflegt“ empfinden weil dort auch mal  Disteln (mit vielen Schmetterlingen drauf) zu sehen sind.


Erstaunlicherweise müssen wir hier „Öffentlichkeitsarbeit“ leisten. Für uns selbstverständliches Wissen verblasst in der Allgemeinheit mit zunehmender Konzentration der Landwirtschaft. Kinder wachsen nicht mehr mit Tieren,Nutzgarten und Natur  auf sondern mit Smartphone und Computer in einer städtisch geprägten „Landschaft“.
Um hier freundlich, aber selbstbewusst erklären zu können muss uns aber erst einmal selbst klarwerden, dass unser „Gegenüber“ einfach „schuldlos unwissend“ ist und wir müssen uns  auch ein gesundes Selbstbewusstsein „wachsen“ lassen! 

Karin Viesteg
Bundesverband Berufsschäfer


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Schafe, Wolf und Artenschutz

Gedanken zur Rückkehr der Wölfe nach Deutschland

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